Bergwandern im Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen

Der Berliner Höhenweg führt durch das Herz des Hochgebirgs-Naturpark Zilertaler Alpen von der Gamshütte in Finkenberg bis zur Karl-von-Edelhütte in Mayrhofen oder in umgekehrter Richtung. Gewaltige Ausblicke in die vergletscherte Hochgebirgswelt erwarten die Bergwanderer ebenso wie wunderbare Einblicke in die Naturschönheiten dieser hochalpinen Landschaft.

 

Die Länge der Tour kann jeder selbst bestimmen, ebenso wie den Ausgangspunkt. Starten kannst du sowohl bei der Gamshütte als auch bei der Karl-von-Edelhütte. Von allen Hütten gibt es Zu- und Abstiege ins Tal. Die Talorte sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen und untereinander auch verbunden.

 

Auf dem Berliner Höhenweg bewegen sich Bergwanderer auf den Spuren der Alpingeschichte. Das Zillertal war Mitte des 19. Jahrhunderts eine Keimzelle des Bergsteigens und Ginzling das Bergsteigerdorf der damaligen Zeit. Im Jahre 1879 wurde die Berliner Hütte, die erste Schutzhütte im Zillertal, erbaut. Bereits im Jahr 1889 wurde der Übergang von der Berliner Hütte über das Schönbichler Horn zum damals neu erbauten Furtschaglhaus als Höhenweg ausgebaut. Die Grundlage für das heutige alpine Wegenetz war damit geschaffen.

Olpererhütte - Furtschaglhaus

Von der Olpererhütte geht es steil hinab, dann vorbei bei der Jausenstation Zamsgatterl. Von dort etwa 3 km weiter auf der Forststraße bis zum Ende des Schlegeis Speichers. Dann links in vielen Kehren den steilen Hang auf treppenartigem Weg zwischen Wasserleklamm und Furtschaglbach hinauf, zuletzt über mäßig ansteigende Wiesen zum Furtschaglhaus.

 

  • 500 Höhenmeter im Aufstieg
  • 600 Höhenmeter im Abstieg
  • Gehzeit: ca. 4 Stunden

Furtschaglhaus - Berliner Hütte

Als Königsetappe kann die Route vom Furtschaglhaus zur Berliner Hütte genannt werden. Auf gutem Weg gehts es mäßig ansteigend Richtung Schönbichler Horn. Die Landschaft wird immer karger. Durch Schuttflanken steil bergauf bis an den Gipfelaufbau des Schönbichler Horns. Hier leitet rechtshaltend eine steile, drahseilgesichterte Rinne auf den Südgrad bis zum Gipfel auf 3.134 Meter. Durch die steile Ostflanke geht es ausgesetzt hinab zum schwach ausgeprägten Nordostgrat. Auf einer gut geschichteten Steinplatten geht es wie auf einer riesigen Freitreppe hinab auf 2.700 Meter mit Blick auf die Berliner Hütte. Dem Weg einfach folgen!

 

  • 900 Höhenmeter im Aufstieg
  • 1060 Höhenmeter im Abstieg
  • Gehzeit: ca. 6,5 Stunden